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Von: Wirtschaftswurm

@Henry Kaspar,
Zu erstens: Das Konzept ist wohl, dass nach Einführung der Eurobonds jeder Staat (auch Griechenland) die blauen Anleihen begeben darf, solange bis das 60-%-Kontingent ausgeschöpft ist. Damit wäre Zeit gewonnen, den Haushalt zu konsolidieren. Klappt das (und ich halte das auch bei Spanien und Italien für möglich), braucht man auch später keine (oder nur sehr wenige) roten Anleihen mehr auszugeben.
Zu zweitens: Im Moment profitieren deutsche Anleihen ja von der Krise. Das gegenwärtig niedrige Zinsniveau kann darum nicht der Maßstab sein. Sollte die Krise (vielleicht auch dank Eurobonds) vorbei sein, werden die Kurse deutscher Anleihen wieder sinken und damit die Zinsen steigen.
Zu drittens: Völlig deiner Meinung. Darum müssen Griechenland und das ebenfalls nicht wettbewerbsfähige Portugal raus, damit Eurobonds funktionieren. Wie auch im Beitrag geschrieben, würden selbst blaue Eurobonds nur die Pleite Griechenlands um etwa zweieinhalb Jahre verzögern. Insolvenzverschleppung kann aber nicht das Ziel sein.
Zu viertens: Nein, ich verlasse mich lieber auf Regeln und Institutionen als auf eine hemdsärmelige Geldpolitik.


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